Fische bilden EPA und DHA nicht selbst. Sie bekommen es über ihre Nahrung, und am Anfang dieser Kette stehen Mikroalgen. Algenöl geht also direkt an die Quelle. Ist es deshalb besser?
Gehalt an EPA und DHA
Beide liefern EPA und DHA, die Formen, für die es zugelassene Aussagen gibt. Mehr dazu in Omega-3 für Frauen ab 40.
- Fischöl enthält meist mehr EPA als DHA.
- Algenöl enthält oft vor allem DHA und weniger EPA. Es gibt aber Produkte mit beidem. Schau auf die Angaben pro Tagesportion.
Preis
Fischöl ist pro mg EPA und DHA meist deutlich günstiger. Algenöl kostet oft das Doppelte oder mehr.
Schadstoffe
Fisch kann Schwermetalle wie Quecksilber und Umweltgifte aufnehmen. Gute Fischölhersteller reinigen das Öl und zeigen Analysen. Algen für Algenöl werden in geschlossenen Tanks gezüchtet, deshalb ist die Belastung meist sehr gering.
Nachhaltigkeit
Für Fischöl werden wilde Fische gefangen, oft Sardellen. Achte auf ein Siegel für nachhaltige Fischerei. Algenöl schont die Fischbestände.
Geschmack und Verträglichkeit
Fischöl kann zu fischigem Aufstoßen führen. Algenöl hat dieses Problem seltener. Beide Öle oxidieren leicht, also kühl lagern und nicht zu lange offen stehen lassen.
Für wen was passt
- Fischöl, wenn du Fisch isst und auf den Preis achtest.
- Algenöl, wenn du vegan oder vegetarisch isst, Fisch nicht verträgst oder Wert auf Nachhaltigkeit legst.
Unser Fazit
Beide funktionieren. Entscheidend ist die Menge EPA und DHA pro Tag, nicht die Quelle. Fischöl ist günstiger, Algenöl ist vegan und meist sauberer.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln, Stellungnahme 006/2024
- IN FORM: Nahrungsergänzungsmittel, aktuelle Höchstmengenempfehlungen
- Europäische Kommission: EU-Register der Gesundheitsaussagen